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Der Förderverein
Lehde – Verein zur Erhaltung und Förderung des Spreewalddorfes Lehde
e.V. – wurde am 26.8.1992 gegründet. Er zählt zur Zeit 88 Mitglieder. Zu
den Zwecken des Vereins zählen die Erhaltung der Umwelt sowie die
Landschafts- und Denkmalpflege im Dorf Lehde. Die Mitglieder treten ein
für den Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Dorfcharakteristik mit
unverwechselbaren Naturräumen und traditionellen Bau- und Lebensweisen.
Neben der Förderung der kulturellen Traditionen wird auch eine
touristische Nutzung des Dorfes Lehde angestrebt. Dabei soll das
ökologische Gleichgewicht auf Dauer gewährleistet werden. Zur
Mitfinanzierung dieser satzungsgemäßen Aufgaben richtet der Förderverein
seit 1992, jeweils am letzten Septemberwochenende, das
Lehde-Fest aus.
2007 wird dieses Fest, das Jahr für Jahr Tausende Besucher zählt, zum
16. Mal gefeiert. Bei der Kommunikation
nach innen und außen beschreitet der Förderverein zwei Wege: er gibt
vierteljährlich den „Lehdschen Fährmann“
als Vereinszeitung heraus und
präsentiert den Ort überdies unter
www.spreewald-lehde.de in einem umfangreichen Internet-Auftritt.
Anhand einer jährlich
aktualisierten Förderrichtlinie unterstützt der Verein die
Landwirtschaft betreibenden Anwesen des Dorfes. So soll mitgeholfen
werden, den bäuerlichen Charakter Lehdes zu bewahren und die
Kulturlandschaft des Spreewalds zu erhalten. Im Jahr 2004 wurden für
diese Ziele rund 12.000 € ausgegeben, im Jahr 2005 waren
es 13.000 €. Gefördert werden mit unterschiedlichen Beträgen der
Bau von Heuschobern (im Jahr 2005 waren dies 41 Stück), die Haltung von Groß- und Kleinvieh oder nicht von
anderer Seite geförderte Gemüseackerflächen. Sogar die „attraktive
Gestaltung eines für Touristen sichtbaren Dunghaufens über die
Sommermonate“ (so der Text der Förderrichtlinie) wird mit 100 € belohnt.
Daneben gibt der Förderverein Zuschüsse bei der Anschaffung von
Holzkähnen und hilft bei der Sanierung spreewaldtypischer Gebäude im
Dorf.
In der Vergangenheit
hat sich der Verein bemüht, die Interessen Lehdes auch nach außen hin zu
vertreten und ist in diesem Sinne in vielen, auch überörtlichen Gremien
und Projekten aktiv geworden. Als Beispiele seien die
Spreewaldkonferenzen oder das Gewässerrandstreifenprojekt, der
Spreewaldverein und der Spreewaldtourismusverein Lübbenau genannt.
Intensiv ist auch die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Leipe –
„ähnliche Probleme erfordern gemeinsames Vorgehen“, so Manuela Filko,
Vorsitzende in Lehde. In jüngster
Vergangenheit trat der Förderverein Lehde im Rahmen eines
EU-LEADER-Projektes als Auftraggeber für eine Studie auf, mit der ein
Finanzierungskonzept zum Erhalt der kleinen landwirtschaftlichen
Betriebe des Spreewalds erarbeitet wurde. Hierbei ist die Entwicklung
einer „Stiftung Kulturlandschaft Spreewald“ angedacht. Erste Schritte
zur Umsetzung der Studie sollen in den nächsten Wochen erfolgen. Das
Land Brandenburg hat bereits seine Unterstützung bei diesem Vorhaben
angeboten. In der
Spreewaldstiftung sieht der Förderverein die wohl letzte Chance, die
einmalige landwirtschaftliche Struktur des Spreewaldes zu erhalten. Den
bisherigen Förderkonzepten mangelte es an Nachhaltigkeit. Außerdem bot
und bietet die aktuelle Förderpraxis den Betrieben keine verlässliche
Perspektive und kann daher den Trend zum „Höfesterben“ nicht stoppen.
Mit dem Ende der kleinteiligen Landwirtschaft wäre, so die Überzeugung
im Förderverein, auch das Ende des Spreewalds als Kulturlandschaft und
als touristisch attraktive Region gekommen. Auch aus diesem Grund sucht
der Förderverein das Gespräch mit den touristischen Leistungsanbietern.

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